Hinter den Kulissen

„Eierlegender Wollmilchsau – Beitrag“ oder was noch so alles passiert und wer dabei mitmischt….

Der Ramadan beschäftigt zur Zeit nicht nur die Muslime, sondern auch meinen Terminkalender. Wer von uns würde schon gerne kochen und dann erst Stunden später davon probieren dürfen? Das ist als wenn ich von Aschermittwoch bis Ostern in einer Schokoladenfabrik arbeiten müsste (ich faste meistens Schokolade) – aber nur angucken und nichts probieren! Da habe ich vollstes Verständnis und gestehe auch ein, dass es zum besseren Verständnis und Zusammenleben von Kulturen beiträgt, wenn wir unsere religiösen Riten gegenseitig achten. Schon Friedrich II. hat den Satz: „Jeder soll nach seiner Fasson selig werden“ gesagt und vielen von uns ist er heute noch geläufig. Das lasse ich mal so stehen.

Jetzt ist aber im Hintergrund eine Menge passiert und ich dachte ich könnte ja mal meiner Freundin Katja Blume an dieser Stelle danken, die ein Garant für Zeichnungen ist. Als ich ihr von meiner Idee erzählte und das ich so gerne ein kleines Logo hätte, hat sie sehr schnell etwas im Kopf gehabt. Laut Katja muss das dann nur noch über den Arm, in die Hand und durch den Bleistift auf das Papier – colorieren dauert eine Minute. Hört sich einfach an. Ja, und dann kam auch irgendwann in den letzten Tagen die Nachricht mit den Probeentwürfen auf mein Telefon und ich habe mich für diesen einen Topf entschieden. Nicht nur weil „von links unten nach rechts oben positiv wirkt“, wegen der Schrift oder wegen der passenden Coloration. Nö, weil das mein Lieblingstopf war. So einfach war das. Katja hat das ebenfalls ehrenamtlich erarbeitet und dafür danke ich sehr herzlich- vielleicht drucken wir den Topf ja mal auf ein paar Geschirrtücher, Schürzen oder Tragetaschen….Ja, und Edda Wilkening (Fotografin aus dem Kochen mit Hasan) hat uns das Ganze noch hübsch gemacht – so viele Menschen um mich herum, die helfen. Wunderbar.

Mit dem Verlag bin ich auch zwischendurch im Austausch, auch wenn dort gerade Land unter ist. Da dort ja nicht nur Kochbücher, sondern auch Sportlektüre erstellt wird, sind die EM und die anschließenden olympischen Spiele eine logistische Herausforderung. Herr Weidmann schrieb, dass 4 Tage nach der EM schon ein Buch erscheint. Unfassbar – gut, dass ich da etwas weniger Zeitdruck habe. Die ersten Layoutvorschläge habe ich trotzdem schon erhalten und auch die Treffen mit Herrn Schottes und Herrn Weidmann sind immer super effektiv und auch noch witzig.

Zum jetztigen Termin stehen auch die meisten Termine fest im Kalender! Ich starte in Witten und treffe dort die Vorstitzende vom Bundesverband Trauerbegleitung e. V., Christine Stockstrom, in einer gemeinsamen Sitzung. Auch eine Rezeptgeberin wartet dort auf mich, die ich zumindest schon mal interviewen kann, denn sie macht etwas ganz Außergewöhnliches…Sie ahnen es schon – der Ramadan verzögert auch hier die kulinarische Erfahrung vor Ort. Aber in der nächsten Woche werden gleich acht Gerichte gekocht. Dazu besuche ich Neustrelitz und habe danach ein Kochmeeting bei Hannover im Gasthaus Lege. Der Koch Hinrich Schulze und seine charmante Frau Claudia haben sich bereit erklärt, dass wir mit einer größeren Gruppe verschiedene Gerichte kochen können. Davon werde ich dann ausführlich berichten und alle Köchinnen und Köche samt ihrer Gerichte vorstellen. Für Probefotos, die ich für den Verlag gemacht habe, konnte ich Hinrich schon mal überreden mir seine Spargelsuppe aufzutischen, mmmmhhhhh.

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Weiter geht die Reise für mich dann Lautertal in Hessen und kurz danach nach Köln. Der Reise nach Berlin schließt sich ein direkter Termin in Wedel an und Anfang August sollte dann Emden noch kochen. Göttingen ist auch noch dabei und Rotenburg (Wümme) hängt noch in der Warteschleife, ebenso wie ein Kindertafelprojekt. Thank you for travelling with Deutsche Bahn 🙂

Also, für mich hört sich das nach einem spannenden Sommer an, allein die Gespräche und Kontakte in der Vorbereitung sind ein echter Gewinn. Einige meiner Teilnehmer habe ich beispielsweise auf der Messe Leben und Tod in Bremen kennengelernt. Dort war ich für den BVT in der Trauerwerkstatt und habe mit einer Kollegin und den Messebesuchern Särge bemalt. Ja, richtig gelesen. Wir haben die Gelegenheit bekommen zwei Rohlinge zu gestalten und viele haben sich getraut. War eine tolle Erfahrung (ich hatte ja schon anfangs gewarnt, dass mein Blog thematisch eine Herausforderung werden kann). Impression möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. Für die Trauerwerkstatt habe ich das Thema „Beerdigungsrituale und Trauer in den 5 Weltreligionen“ ausgearbeitet und dargestellt. Essen spielt da in vielen Religionen übrigens eine große Rolle! Sind wir doch wieder beim Thema….

 

Ja, und manchmal kam ich mit den Interessierten ins Gespräch und da gab es Menschen, bei denen sagte mir mein Gefühl, das könnte passen. So war es dann auch und ich freue mich über diese Spontanität!

Jetzt freue ich mich auf meinen Besuch in Witten und die Marathonkocherei in der nächsten Woche – seien wir gemeinsam gespannt, was da so auf den Teller kommt!

Bis dahin klicken Sie sich ruhig mal durch all die Verlinkungen, vielleicht ergibt sich daraus ja etwas Spannendes!

Ihre Nici Friederichsen

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Tina sagt:

    Nici, Köln freut sich auf dich!!

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  2. neunzehn60 sagt:

    Verdammt, du bist so weit im Süden … meine Töpfe rauchen nördlicher! 😉

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