Birnen-Bohnen und Speck

Die Köchin des Tages bereitet für uns „Birnen-Bohnen und Speck“ zu, ein Klassiker aus Schleswig-Holstein.

Gesa Hartmann aus Wedel

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Ergänzt wird das Team noch durch Kirsten Wilke (an den Bohnen), der spontanen Catharina Peppel, die ich über das Internet gefunden habe und mir.

Die Einladung nach Wedel habe ich schon im April erhalten. Da war ich mit Kirsten Wilke (unter anderem auch Trauerbegleiterin, Netzwerkerin hoch 10…)  im Auto nach Schmerlenbach unterwegs, um zur Mitgliederversammlung vom Bundesverband Trauerbegleitung e. V. zu fahren. Im Gespräch habe ich Kirsten von meinem Projekt erzählt und absolut ins Schwarze getroffen. Kirsten ist schon seit 2007 bei der Tafel in Wedel aktiv, die mehr als 600 Menschen versorgt und zurzeit in der Woche ca. 350 Warenkörbe packt. Eine starke Leistung, die von fast 100 Ehrenamtlichen getragen wird. Ein besonders schönes Angebot ist ein Café an den Ausgabetagen, das für alle geöffnet ist und ein Ort der Begegnung ist. Auch die Kinder werden bedacht und haben eine Spielecke, während die Eltern den kostenlosen Kuchen genießen können. Toll! Heute haben wir allerdings nicht die Tafel besucht, sondern eine weitere ehrenamtliche Mitarbeiterin der Tafel: Gesa Hartmann. Der Einkauf war schon erledigt und sehr schnell saßen wir draußen auf dem Balkon und die Vorbereitungen für das Sommersüppchen konnten beginnen.

 

Während Kirsten die Bohnen schnibbelte und Gesa die Kartoffeln schälte kamen wir schnell ins Gespräch. Gesa arbeitet bei den Tafeln in der Ausgabe, das passt zu ihr, denn man ist schnell angesteckt von ihrem fröhlichen Wesen und ihrer offenen Art. Sie trägt das Herz auf der Zunge, was vielleicht  auch ihrer Geschichte geschuldet ist, denn vor ein paar Jahren ist Gesa schwer an Krebs erkrankt und hat sich wieder ins Leben gekämpft. Ja, und jetzt „lebt“ sie. Macht Dinge, die ihr Freude bringen. Eines davon ist für Freunde zu kochen. Sie erzählt vor dem immer kleiner werdenden Berg von Kartoffeln und Bohnen, dass ihre Motto Partys legendär sind. Passend zum Thema wird auch das Buffet abgestimmt und von Gesa mit viel Liebe und Elan zubereitet. Überhaupt zählen im Leben Familie und Freunde am Allermeisten. Wissen tun wir das ja alle, aber Gesa lebt das ganz und gar und unzählige Fotos an ihren Wänden erzählen schöne Geschichten darüber. Doch jetzt mal zu unserem Gericht, das unschlagbar einfach ist. Die geschnibbelten Bohnen kommen gemeinsam mit dem Speck, wenig Salz und ein paar Stängeln Bohnenkraut in einen großen Topf und köcheln insgesamt so 45 min vor sich hin. Es gibt auch Varianten wo der Speck vorher gekocht wird, was auch von der Dicke der Scheiben abhängt. Kochbirnen gibt man gleich dazu – wir verwenden „normale“ Birnen und somit wandern diese erst zum Ende der Garzeit in den Topf. Die Salzkartoffeln werden als Beilage separat gekocht.

Derweil oben alles im Topf köchelte sind wir 4 zum Portraitshooting vor das Haus gegangen. Von überall grüßten Passanten Gesa und Kirsten. Beide Frauen sind eben sehr aktiv, ehrenamtlich engagiert und gehen auf Menschen zu. Was auch auf unsere Fotografin zutrifft, die in einer kurzen Fotopause bei Facebook in der „Helfergruppe für Geflüchtete“ Hilfe organisierte, während sie oben wieder angekommen schon in Gesas Haushalt nach dem passenden Geschirr für das Endfoto suchte. Überhaupt waren wir auch hier so herzlich willkommen – danke dafür! Auf dem kleinen Balkon konnten wir dann nach 45min die Suppe kosten und ich war geschmacklich wirklich überrascht. Wenige Zutaten, die perfekt zueinander passen und ein schnelles und günstiges Mittagessen für eine gesellige Runde bescheren. Lecker!

Mit dem frischen Geschmack der Birnen und dem herzhaften Speck sind wir dann nach einer herzlichen Verabschiedung zwei Straßen weiter gelaufen, um bei Familie Bina „Gaboli Palaw“ und „Boulani“ zu kochen. Auch ein Kontakt, den Kirsten hergestellt hat,  und so viel sei verraten – ich kann mich kaum entscheiden, welches der beiden Gerichte in die Broschüre kommen soll, auf das Foto haben es deswegen beide geschafft 😉

Bis dahin

Ihre Nici Friederichsen

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